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Mittwoch, 3. März 2010

Angst

Angst ist wirklich ein Problem, denn ohne Angst könntest du dich deinem Herzen hingeben. Angst ist die Ursache für dein Egobewusstsein. Immer wenn du Angst hast, wirst du die Situation nicht akzeptieren, sondern deine eigene Kontrolle überstülpen. Du wirst ständig erschöpft sein und dein wahres Wesen nicht leben können. Und alles was dich davon abhalten kann, deiner Angst die Liebe zu schenken, die sie verdient, ist dein Verstand.

Alles, wovon du keine Kenntnis hast, wirkt beängstigend. Die Realität ist vollkommen unbekannt. Deshalb erfährst du sie auch nicht. Und deshalb leidest du. Insgeheim weißt du, dass genau das passiert, aber du rechtfertigst, was du tust und siehst aber keine Möglichkeit, etwas daran zu ändern. Es gibt aber eine Möglichkeit, dich der Wirklichkeit hinzugeben.
Angst entsteht nur, wenn du bestimmte Teile deiner Vergangenheit nicht vergeben hast oder der Zukunft nicht vertraust. Einerseits könntest du unsicher werden, wenn du deine Vergangenheit in Bezug zur Gegenwart deutest: Z.B. warst du noch nie mit einem Mädchen verabredet und deutest dies in der Gegenwart als deine eigene Unzulänglichkeit und Wertlosigkeit, aber gerade diese Deutung löst deine Gefühle aus, weil du dich darin stark erkennst. Deshalb fühlst du dich unzulänglich und wertlos. Und wenn du dich jämmerlich und wertlos fühlst, hast du Angst davor, dass andere dich für deine Fehler oder Schwächen bestrafen.
Andererseits kann Angst ausgelöst werden, wenn du an der Zukunft zweifelst. Du denkst zweifelhafte Gedanken an die Zukunft, aber gerade diese Zweifel lösen Gefühle der Unsicherheit aus. Gerade diese Unsicherheiten sind Sorgen. Es sind immer deine Gedanken, die Ängste auslösen. Es sind immer deine Gedanken, die Gefühle auslösen.

Wenn dein Verstand zugänglich wäre, könntest du deiner Angst Aufmerksamkeit schenken. Denn da wären keine Barrieren mehr, die dich daran hindern, zu tun, was zu tun ist. Die Barrieren entstehen nicht unbedingt dadurch, dass du "falsche" Gedanken denkst, sondern dadurch, dass du dich damit identifizierst. Du musst deinen Gedanken einfach folgen, oder? Genauso wie andere Menschen der Mode folgen, folgst du deinen Gedanken, aber nicht bedingungslos der Liebe. Ich rede nicht davon, dass du dich nie wieder mit deinen Gedanken identifizierst. Denn deine Gedanken sind ein Teil von dir. Du wirst allerdings höchstwahrscheinlich in Panik leben müssen, wenn dein Verstand verschlossen bleibt, weil du dich endlos mit deinen Gedanken identifizierst. Wenn du deinen Verstand dagegen einmal geöffnet hast, wirst du feststellen, dass es möglich ist, deiner Angst Aufmerksamkeit zu schenken.

Wenn du dich mit deinen Gedanken nicht identifizierst, musst du an deinen Meinungen nicht festhalten. Denn dann weißt du, dass die Welt davon nicht untergeht, dass du nicht perfekt gedacht hast. Dann weißt du einfach, dass es etwas an dir gibt, was niemals infrage gestellt werden kann und was bedingungslos gut ist. Du brauchst nicht leiden, nur weil du deinen Fehler nicht zugeben willst. Wenn du dich jedoch mit deinen Gedanken identifizierst, und du im wahrsten Sinne des Wortes, falsch gedacht hast, wirst du dich als ganzen Menschen schlecht fühlen. Das ist aber Unsinn. Nur weil dir als Baum die Blätter abgefallen sind, heißt das noch lange nicht, dass du kein Baum mehr bist. Nur weil du als Mensch falsch gedacht hast, heißt das noch lange nicht, dass du weniger wert bist. Du lebst einfach in einer erweiterten Dimension. Aber das bedeutet nur, dass du in der neuen Dimension Fehler machen kannst und lernen musst, aber es bedeutet nicht, dass du als ganzer Mensch fehlerhaft und unvollkommen bist. Das einzige was mit dieser Dimension einhergeht ist, dass Fehler hier möglich sind. Doch bitte tu dir den Gefallen und mache dich nicht gleich als ganzen Menschen nieder, nur weil deine Spezies in diese Dimension vorgedrungen ist.
Nimm diese Dimension stattdessen liebevoll an. Du nimmst sie an, indem du akzeptierst, dass du hier Fehler machen kannst und lernen musst. Aber du behältst Abstand dazu und nimmst einen Fehler nicht persönlich. Du weißt, dass deine Essenz nach wie vor vollkommen ist. Du hast keinerlei an Wert verloren, nur weil du in der neuen Dimension Fehler gemacht hast. Im Gegenteil: Jeder Fehler hier ist nur das Ergebnis von "wissen" und "nicht wissen". Das hat nichts zu tun mit gut oder schlecht. Wenn du dich mit deinen Gedanken identifizierst, wirst du "nicht wissen" als schlecht verurteilen und "wissen" als gut. Ist aber der Baum schlecht, nur weil ihm die Blätter abgefallen sind. Oder ist die Schlange schlecht, die sich gehäutet hat? Nein, kein Wesen ist schlecht. Denn jedes ist die Verkörperung der Liebe selbst. Und deshalb bist du nicht schuldig oder weniger geliebt, wenn du etwas nicht weißt. Die Möglichkeit, etwas nicht zu wissen ist lediglich die Bedingung dafür, dass du überhaupt etwas wissen darfst. Denn alles zu wissen ist nur möglich, indem man gar nichts mehr (bewusst) weiß. Dass du etwas nicht weißt bedeutet also letztlich nur, dass du in dieser neuen Dimension des Wissens bist.

Was ich also von dir verlange ist folgendes: Ändere deine Haltung bezüglich deiner Gedanken. Ich weiß, dass du Angst hast. Und darum möchtest du dich an deinen Meinungen festhalten, denn Wissen gibt dir Sicherheit. Wenn du etwas weißt, wirst du dich darüber sicherer fühlen. Und darum klammerst du dich an deine letzten Erinnerungen von Sicherheit. Und natürlich übst du gleichzeitig Druck auf dich aus, indem du die Situation beeinflussen willst. Du schenkst deiner Angst aber keine Aufmerksamkeit, indem du die Situation beeinflusst, sondern indem du sie beobachtest. Denn aus diesen Beobachtungen kannst du das Wissen gewinnen, die dir die Sicherheit zurückschenken.

Wie kannst du deine Haltung so ändern, dass du dich nicht mehr mit deinen Gedanken identifizieren musst? Du sorgst dafür, dass dein Verstand beweglich bleibt. Wäre dein Verstand stets beweglich geblieben, hättest du auch keine Probleme mit der Angst.

Hast du jemals auf eine bestimmte Art und Weise gehandelt? Hast du also schonmal gewisse Maßnahmen getroffen um so zu handeln, wie du gehandelt hast? Du handelst erst auf eine bestimmte Art und Weise, wenn du eine bestimmte Art zu denken entwickelt hast. Wenn du also auf eine bestimmte Art und Weise handelst, handelst du also auf Grundlage deiner Meinung. Wenn du dich mit deiner Meinung identifizierst, anstatt mit deiner Liebe, wirst du zukünftig nur noch auf Grundlage deiner Meinung handeln und nicht mit der Absicht möglichst liebevoll zu handeln. Darum, vergiss nicht mein Freund: Du kannst zur Offenheit zurückkehren. Du musst nicht weiterhin so handeln, nur weil du damals so gehandelt hast. Du kannst deine Meinung über dich selbst ändern, dass du an der Meinung festhalten musst oder dass es deine Pflicht ist, Vorurteile zu pflegen. Wenn du deine Haltung dazu dementsprechend so änderst, dass du zur Offenheit zurückkehrst, anstatt dich mit der Meinung zu identifizieren, kannst du zukünftig wieder mit der Absicht der Liebe handeln. Weißt du auch, warum du dich überhaupt mit deinen Gedanken oder Werturteilen identifizierst? Weil du Angst vor der Offenheit hast. Du weißt nicht, was auf dich zukommen wird. Darum schränkst du deine Möglichkeiten auf jene Dinge ein, von denen du Bescheid weißt. Alles was du tun kannst, ist dieses Glaubensmuster zu erkennen, damit du es loslassen kannst. Du lernst also aus diesem Absatz, dass deine Angst vor der Offenheit dazu führt, dass du deine Möglichkeiten einschränkst. Vielleicht hast du sie so sehr eingeschränkt, dass du deinen Ängsten keine Aufmerksamkeit mehr schenken kannst. Dann befindest du dich in einem üblen Teufelskreis.

Genauso identifizierst du dich immer wieder mit bestimmten Gedanken und Werturteilen. Das kannst du vielleicht nicht beeinflussen. Aber du bist dafür verantwortlich, wenn du nicht mehr zur Ebene des reinen Bewusstseins zurückkehrst. Diese Ebene ist deine Essenz. Wie verursachst du, dass du nicht mehr zurückkehrst? Indem du dich an diese "neue" Identität festklammerst. Aus Angst der Wertlosigkeit klammerst du dich lieber an deine Gedanken und bevorzugst es in dem Irrglauben zu leben, dass deine Gedanken dich ausmachen, anstatt der Liebe. Denn du befürchtest, dass du wertlos sein könntest. Aber das ist nicht der Fall. "Ich weiß ohne jeglichen Zweifel, dass jedes Wesen in Gott gleich ist."(Paul Ferrini, Love without Conditions)

Wie du siehst findet sich in beiden Fehlern wieder als Ursache die Angst. Aus Angst kehrst du nicht wieder zur Offenheit zurück. Und aus Angst verleugnest du die Liebe.

Darum: Schränke deine Möglichkeiten zum Handeln nicht für immer ein, nur weil du auf eine bestimmte Art und Weise gehandelt hast. Du kehrst zur Offenheit zurück, indem du das Glaubensmuster erkennst, dass dich davon abhält. Wenn du glaubst, du müsstest weiterhin so handeln, um deinen Wert aufrecht zu erhalten, musst du das erkennen und diesen Irrglauben loslassen. Wenn du aufgrund der Vergangenheit nicht zurückkehren willst, musst du lernen sie loszulassen. Wenn du Angst vor der Offenheit hast, hast du Angst vor der Zukunft. Beide Fälle sind darauf zurückzuführen, dass du der Welt kein Vertrauen schenkst. Lerne also dir selbst, den anderen und der Wirklichkeit zu vertrauen, und du kannst trotz Angst zur Offenheit zurückkehren. Du glaubst an die Liebe, ganz egal wie viel Leid du auch erlebt hast. Du glaubst an die Liebe, selbst wenn du nichts von ihr weißt. Du glaubst daran, dass der Kern jedes Menschen die Liebe ist, ganz egal, welche Fehler er auch begangen haben mag. Du glaubst daran, dass du nichts weiter tun musst, als dich Gott hinzugeben und "es wird dir an nichts mangeln". Du hoffst darauf, dass du den Weg zur Liebe wieder findest, auch wenn du die Welt zur Zeit nur mit den Augen der Angst sehen kannst. Wenn du leidest, nimmst du an, dass du wohl falsch gedacht hast, ohne dich als ganzen Menschen zu verurteilen. Du hoffst darauf, dass Gott dir den Weg zeigen wird, wenn du dich an ihn wendest. Du gestehst dir deine Ängste ein und akzeptierst sie, anstatt sie zu verleugnen. Du lässt den Irrglauben los, dass du wertlos bist. Du brauchst keine Angst davor haben, dass dich jemand wegen deiner Angst verurteilt, denn das ist nicht möglich. Die Menschen können nur sich selbst verurteilen. Indem dich jemand verurteilt, verurteilt er nur sich selbst. Du vertraust auf deine Unschuld genauso wie auf die Unschuld des anderen. Du beschuldigst deinen Nächsten genauso wenig wie dich selbst. Wenn du auf diese Weise vertraust und die Vergangenheit hinter dir lässt, ohne zu wissen was die Zukunft dir bringt, kannst du zur Offenheit zurückkehren. Genauso hilft dir dieses Vertrauen zur Ebene des reinen Bewusstseins zurückzukehren und dich nicht an deinen Gedanken festzuklammern und dein wahres Selbst damit zu verleugnen. Wenn du dich bereits im Teufelskreis befindest, ist Vertrauen der einzige Weg, deine Angst zu überwinden.

Der Verstand bleibt beweglich, wenn du gelernt hast, zu vertrauen. Denn wenn du vertraust, hält dich deine Angst nicht davon ab, zur Ebene des reinen Bewusstseins oder zur Offenheit zurückzukehren. Und wenn du zu dieser Ebene zurückgekehrt bist, wirst du herausfinden, wie du deiner Angst Aufmerksamkeit schenkst. Dann wird sie sich bereits auflösen, auch wenn größere Ängste ihre Zeit benötigen werden.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Selbstliebe

Leidest du? Dann liegt das nur daran, dass du die Liebe nicht sehen kannst, die immer existiert hat. Nur deine Gedanken können dafür sorgen, dass du alles andere als die Wahrheit siehst. Dich selbst zu lieben, bedeutet die Umstände, so wie sie sind, zu akzeptieren. Das musst du üben. Du bist nun mal ein Denker. Aber du bist auch verletztlich und hast Gefühle. Indem du übst, deinen Kopf in den Einklang mit deinem Herzen zu bringen, lernst du dich selbst zu lieben.
Die Liebe existiert nur in der Ebene des reinen Bewusstseins, jenseits jeder Wertung. Hier identifizierst du dich nicht mit bestimmten Gedanken und Werturteilen. Du nimmst sie einfach wahr.
Wenn du diese Ebene erreichst, erreichst du die Liebe. Hier musst du nicht leiden. Im Gegenteil: Hier erlebst du die Freude, mit Gott vereint zu sein. Um diese Ebene zu erreichen, musst du ganz ruhig werden. Das kannst du aber nicht, wenn du Angst hast. Sie entspringt deinen Gefühlen der Unzulänglichkeit und Wertlosigkeit. Du fühlst dich wertlos, weil du dich schuldig fühlst, und du schämst dich für diesen Zustand. Du hast das Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist oder dass du etwas Schlechtes getan hast. Darum hast du Angst. Angst vor Vergeltung und Bestrafung. In der Realität bist du jedoch unschuldig. Du hast deine Schuld selbst festgelegt, als du dich und andere für schuldig erklärt hast. Nun musst du sie wieder auflösen.
Du kannst deine Schuld und damit auch dein Leid wieder auflösen, indem du deinen negativen Gefühlen Aufmerksamkeit schenkst. Du übst Achtsamkeit in Bezug auf diese Gefühle und fragst dich selbst: "Warum bin ich wütend? Warum habe ich das Gefühl, mich verteidigen zu müssen? Wovor habe ich Angst?" Auf diese Weise schenkst du diesen Gefühlen Aufmerksamkeit. Wenn du deiner Angst erstmal Aufmerksamkeit geschenkt hast, beginnt sie sich bereits aufzulösen. Wenn du deine Schuldgefühle ins Bewusstsein gerückt hast, kannst du sie loslassen. Und dann kannst du dir vergeben. Auch die Gefühle, die du für deinen Nächsten hegst zeigen dir genau, was du dir selbst zu vergeben hast. Wenn du dir vergibst, kannst du die Schuld hinter dir lassen. Jedesmal, wenn negative Gefühle aufsteigen, schenkst du ihnen Aufmerksamkeit und bleibst dabei, bis du ihrer Ursache erkannt hast und sie sich auflösen.
Versuche es: Schenke einem deiner Schuldgefühle Aufmerksamkeit und rücke sie ins Bewusstsein. Das kannst du nicht? Dann liegt das daran, dass dein Verstand nicht zugänglich ist. Dein Verstand ist derjenige der die Handlung beobachtet und das bedeutet, dass du ihn benutzen musst, um dein Dilemma zu überwinden, dass du selbst mit ihm geschaffen hast. Versuche wenigstens festzustellen, wo bei dir gerade die Aufmerksamkeit liegt. Sie liegt in den Gedanken, nicht wahr?
Du erkennst dich in deinen Gedanken. Das bedeutet, dass du deine Identität in deinen Gedanken erfährst. Du erfährst dich als das, was du denkst. Die Erfahrungen die du gemacht hast sagen dir, dass deine Identität in deinen Gedanken liegt. Wenn jemand deine Gedanken angreift, fühlst du dich als ganze Person angegriffen? Dann identifizierst du dich mit deinen Gedanken. Solange du dich mit deinen Gedanken identifizierst, ist dein Verstand nicht zugänglich. Wenn dein Verstand nicht zugänglich ist, kannst du deinen Schuldgefühlen und deiner Angst keine Aufmerksamkeit widmen.
Dein Leid willst du aber ganz bestimmt beenden, oder? Das wirst du solange nicht tun können, wie du dich nicht im Hier und Jetzt befindest. Denn Erkenntnisse kannst du nur im gegenwärtigen Augenblick gewinnen. Du kannst gegenwärtig sein, indem du dir selbst, den anderen und der Wirklichkeit vertraust. Du solltest weder an dir selbst noch an den anderen zweifeln. Du lässt deine Zweifel los, indem du ganz mutig an die Unschuld von dir und des anderen glaubst, auch wenn du die Situation im Moment nur in den Augen der Angst sehen kannst. Du vertraust der Wirklichkeit, indem du nicht mehr an die Vergangenheit zurückdenkst. Du hörst auf darüber zu reden, was in der Vergangenheit schief gegangen ist. Deine Aufmerksamkeit sollte genau auf das Hier und Jetzt gerichtet sein, trotz Unsicherheit und Zukunftsängste. Du verzichtest darauf, mehr wissen zu wollen, als den nächsten Schritt. Es reicht vollkommen den nächsten Schritt zu erkennen und ihn dann zu tun. Nur auf diese Art und Weise kannst du der Gefahr der Resignation entfliehen.
Nun musst du für eine Beweglichkeit deines Verstands sorgen. Es ist unvermeidbar, deinen Gedanken Aufmerksamkeit zu schenken und sich mit ihnen zu identifizieren. Aber du willst in dieser starren, unhaltbaren Position nicht verharren. Darum musst du dafür sorgen, dass dein Verstand beweglich bleibt. Du identifizierst dich mit bestimmten Gedanken und kehrst zur Ebene des reinen Bewusstseins zurück. Du solltest immer zur Offenheit zurückkehren anstatt dich an Überzeugungen zu klammern.
Genau in diesem Moment ist dein Leben vor allem durch deine Gedanken und Werturteile bedingt. Du glaubst an gewisse Dinge und du hast auch zahlreiche Meinungen. Du verhältst dich anderen gegenüber entsprechend deiner Vorurteile. Womöglich beschäftigst du dich gerade beim Lesen mit Bewertungen, Interpretationen oder Analysen. Solange du deinen Gedanken auf diese Art und Weise Aufmerksamkeit schenkst, kannst du deinen negativen Gefühlen keine Aufmerksamkeit schenken.
Du kannst deine Glaubensmuster, die dafür sorgen, dass dein Verstand verschlossen bleibt, nur ändern, wenn du dich ihrer bewusst machst. Du entwickelst die Absicht, deinen Glauben so anzupassen, dass du mit Gott denken und handeln kannst. Diese Absicht ist dein Interesse, etwas an der Situation zu ändern. So kannst du deine Muster, die dich kontrollieren, erfahren und wenn du sie erstmal erkannt hast, kannst du sie ändern. Wie sollst du sie denn ändern? Du änderst sie so, dass du dich nicht mehr an Meinungen festhalten musst und Vorurteile aufgeben kannst. Du hörst auf in dem Irrglaube zu leben, dass Bewertungen, Interpretationen oder Analysen etwas an der Situation ändern. Du siehst ein, dass es besser ist zur Offenheit zurückzukehren, anstatt im Kopf zu verweilen. Denn nur deshalb kannst du deinen Gefühlen, die du als Leid empfindest, keine Aufmerksamkeit schenken, weil du im Kopf verweilst.
Auf diese Art und Weise liebst du dich. Du verweilst nicht in deinem Kopf, sondern kehrst zur Offenheit zurück und widmest dich deinen bedürftigen Gefühlen. Wenn dein Verstand im zugänglichen Zustand ist, wird es dir problemlos gelingen, deinen Schuldgefühlen Aufmerksamkeit zu schenken. Du wirst sie loslassen und an deinem Selbstwertgefühl arbeiten. So verringert sich dein Leiden und so lernst du aus deinen Fehlern, indem du deinen Gefühlen Aufmerksamkeit schenkst.

Sonntag, 14. Februar 2010

"Richtig" denken

Alle Gedanken, die an der Wahrheit vorbeigehen und dich vom Weg abbringen, sind Ursachen für Fehler. Du solltest dein Handeln nicht durch deine Gedanken begründen, sondern durch deine Gefühle. Es ist eine logische Sequenz, dass du dich nicht annhmen möchtest, wenn deine Erscheinung nicht dir selbst entspricht. Doch das führt nur dazu, dass du lieblose Gedanken denkst, deren Inhalt an der Wahrheit vorbeigeht. Jeder Gedanke, dessen Inhalt der Wahrheit entspricht baut den Tempel der Liebe wieder auf. Alle falschen Gedanken machen dich selbst nieder. So machtvoll sind deine Gedanken.

Lerne unbewusst gedachte Gedanken anzunehmen und zu akzeptieren und liebevolle Gedanken bewusst zu denken. Du solltest nicht denken, dass du oder andere Menschen schlecht sind. Du solltest nicht zweifeln. Du solltest auch nicht denken, du seist vollkommen oder andere seien vollkommen. Das sind alles Wertungen und jede Wertung geht an der Wahrheit vorbei. Das ist deshalb so, weil jede Wertung lieblos ist. Etwas zu bewerten bedeutet, zu behaupten, seine Gedanken stellen die Wahrheit dar. Das können sie aber nicht, weil jeder Gedanke begrenzt ist, und die Wahrheit ist grenzenlos. Die Wahrheit ist bedingungslose Liebe und eine Begrenzung ist eine Bedingung. Nur indem du aufhörst zu denken, deine Wertungen könnten die Wahrheit sein, kannst du die Liebe erkennen. Die Liebe zu erkennen, bedeutet keine Gedanken mehr zu denken, die deine Aufmerksamkeit auf die Gedanken lenken. Wenn du denkst, du denkst die Wahrheit, wirst du deine Aufmerksamkeit darauf richten, weil sich deine Aufmerksamkeit immer auf die Wahrheit richtet. Wenn du lernst, wenigstens keine bewussten Urteile mehr zu denken, kannst du die Liebe erfahren.
Wenn du diese Gedanken nicht ändern kannst, dann akzeptiere sie wenigstens. Sage zu dir selbst, dass du dich nicht fähig fühlst, daran etwas zu ändern. Du erkennst, dass diese Gedanken dazu führen, dass du von Gott getrennt wirst, und dass es deine Pflicht ist, dafür zu sorgen, dich selbst zu lieben. Du versuchst nicht diese Gedanken loszuwerden, sondern keine weiteren bewussten Urteile mehr zu fällen. Du vergibst dir selbst, dass du deine Welt durch deine Gedanken durcheinander gebracht hast. Du übernimmst die Verantwortung dafür und gibst niemand anderem die Schuld für dein Leiden. Du würdest nicht leiden müssen, wenn du unschuldig bist. Deine Schuld liegt allerdings in deinen Gedanken, nicht in der Realität.
Solange du Angst hast, wirst du Urteile fällen, weil du dich schuldig fühlst und Angst vor Bestrafung hast. Wenn du Angst vor Bestrafung hast, ist es leichter, sich durch Urteile in seinen Kopf zu flüchten, anstatt diese Angst auszuhalten. Diese Angst erzeugt in dir ein Gefühl der Wertlosigkeit. Du schämst dich dafür, dass du nicht fähig warst, dich selbst zu lieben. Du hast dich selbst damit übergangen, weil du dein Wesen nicht leben konntest. Deshalb lenkst du deine Aufmerksamkeit ständig auf deinen Kopf. Du lebst praktisch dort oben.

Erkenne das Ausmaß deines Selbsthasses. Immer wenn du dich nicht selbst liebst, hasst du dich und andere gleich mit. Du kannst andere Menschen nicht hassen, wenn du dich selbst liebst und du kannst dich nicht lieben, wenn du andere hasst. Verzichte darauf, andere für deinen Selbsthass zu beschuldigen, und du kannst das Spiel der Projektion aufgeben. Stehe zu deiner eigenen Angst und projiziere sie nicht auf andere. Sage zu dir selbst: "Okay, ich war kein Meisterdenker, aber das ist okay. Ich bin gar nicht schuldig, ich muss einfach nur lernen, meine Gedanken in Einklang mit Gott zu bringen. " Vergib dir selbst anstatt dich niederzumachen. Vergib den anderen, anstatt ihnen Liebe vorzuenthalten. Du kannst nicht auf lieblose Weise lieben. Du kannst nicht das Unrecht angreifen und im Recht sein. Deinem Nächsten zu vergeben bedeutet ihn zu lieben, und so hilfst du ihm, seine Angst aufzulösen. Sie war die Ursache seiner Fehler.

Was gut und wahr an Gott ist, ist gut und wahr an dir. Würdest du das in Bezug zu anderen und dir selbst auch nur einen Moment lang akzeptieren, würde sich dein Leben grundlegend verändern.
Du kannst das nicht akzeptieren, weil du dich und andere ständig bewertest. Eine Bewertung ist das Nichtvorhandensein der Akzeptanz. Die Dinge zu akzeptieren ist eine neutrale Haltung. Du akzeptierst sie nicht, indem du denkst, sie seien besser als du und du akzeptierst sie schon dreimal nicht, indem du sie abwertest. Nur indem du sie seinlässt und annimmst, kannst du sie akzeptieren.

Übe Achtsamkeit in Bezug auf dein Schuldgefühl, deine Angst und deine Angriffsbereitschaft. Das bedeutet, deine Aufmerksamkeit allmählich auf diese Dinge zu lenken. Verschleiere sie nicht, leugne sie nicht, projiziere sie nicht auf andere. Wenn du sie verschleierst, dann denkst du Gedanken, die dir dabei helfen, diese Gefühle zu verstecken. Dann kannst du ihnen keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Wenn du sie leugnest, denkst du einfach, du hättest sie nicht. Deshalb kannst du sie nicht mehr beachten. Wenn du sie auf andere projizierst, ziehst du andere mithinein und du verklompizierst das Problem, weil ihr es dann gemeinsam lösen müsst.
Wenn du wütend oder deprimiert bist, frage dich einfach: "Warum bin ich wütend?", "Warum habe ich das Gefühl mich verteidigen zu müssen?", "Wovor habe ich Angst?". Das hilft dir, deine Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Wenn du den Dingen erstmal Aufmerksamkeit schenkst, kannst du durch die emotionalen Schichten gelangen und deine Schuld hierbei erkennen. Dann wirst du erkennen, dass du selbst an deinem Leiden schuld gewesen bist.

All deine negativen Gefühle entspringen deinem unbewussten Schuld-/Schamgefühl. Deine Angst der Vergeltung entspringt deinen Gefühlen der Unzulänglichkeit und Wertlosigkeit. Wenn du glaubst, dass mit dir etwas nicht in Ordnung ist, oder dass etwas verbessert werden muss, hast du Angst davor, bestraft zu werden. Und wenn du Angst vor Bestrafung hast wirst du dich gegen alle eingebildeten Angriffe verteidigen. Wann immer du das Gefühl hast, dass jemand deinen Wert infrage stellt, wirst du bereit sein, den Abzugshahn zu drücken. Diese ganze Inszenierung um Schuld und Vergeltung spielt sich nur in deinem Kopf ab. Es ist notwendig dass du dir vergibst. Doch dazu musst du dir deine Gedanken bewusst machen. Du machst dir deine Gedanken bewusst, indem du deine Aufmerksamkeit auf die Gedanken lenkst, die das Leid in dir verursachen. Das hört sich jetzt vielleicht so an, als ob ich mich widerspreche, aber das tue ich nicht. Einmal sage ich, du sollst dir deine Gedanken bewusst machen, damit du dir vergeben kannst. Erst dann löst sich die Angst vor Bestrafung auf. Und dann sage ich, du sollst deine Aufmerksamkeit auf deine Gefühle lenken, damit der Verstand begreift, was das Herz fühlt. Denn dann wird dein Leiden ein Ende haben. Wenn du stattdessen weiterhin die Aufmerksamkeit auf deine Gedanken lenkst, verschließt sich dein Verstand und du hörst auf zu lieben.

Gefühle im Gleichgewicht

Wenn du falsch denkst, sind deine Gefühle nicht mehr im Gleichgewicht. Nur die Gedanken sind "falsch", die dich daran hindern, zu lieben. Nur die Angst bringt darum deine Gefühle aus dem Gleichgewicht, weil sie ein Liebesmangel ist. Menschen haben immer eine Grundangst und das ist auch gut so. Denn sie ist die Kraft, die dir zeigt, dass es jetzt ganz besonders an der Zeit ist, zu lieben. Und Liebe ist immer notwendig, darum ist auch die Angst immer da.

"Menschen, die über ihre Ängste hinwegsehen, und handeln, bevor sie dazu vom Gefühl her bereit sind, müssen ihr Tempo drosseln und ihren Ängsten zuhören und warten, bis sie zum Handeln bereit sind. Menschen, die an ihren Ängsten festhalten und sie als Entschuldigung benutzen, dass sie sich nicht kreativ ausdrücken, müssen üben, sich kleineren Herausforderungen zu stellen, mit denen sich neue Möglichkeiten in ihrem Leben eröffnen."(Paul Ferrini,Leben in Hingabe)

Deine Gefühle sagen dir immer, ob du bereit bist oder nicht. Nur deine Gedanken entsprechen nicht immer der Wahrheit. Sobald du eine Absicht hast, die aus deinen Gedanken besteht, ist die Gefahr vorhanden, dass du für gewisse Zeit die Möglichkeit "verlierst" zu lieben. Du kannst deinen Ängsten keine Aufmerksamkeit schenken, wenn du ganz damit beschäftigt bist, deinen Gedanken Aufmerksamkeit zu schenken. Seinen Ängsten Aufmerksamkeit zu schenken ist nichts anderes als Liebe. Deine Gefühle zeigen dir nämlich immer den richtigen Weg. Lerne, deinem Herzen zu folgen, und du hast dich von deinem Leiden befreit. Du kannst deinem Herzen nicht bedingungslos folgen, wenn du die Dinge ständig bewertest.
Du siehst über deine Ängste hinweg, wenn du in den Kopf flüchtest. Wenn Ängste aufsteigen ist das ein Tritt in den Hintern, jetzt ganz besonders zu zeigen, dass du dich liebst. Wenn du vor Furcht ausweichst, und deine Aufmerksamkeit beispielsweise auf Analysen, Interpretationen oder Bewertungen richtest, wird sich deine Angst nur verstärken. Darüber kannst du froh sein. Du würdest vermutlich gar nicht leben, wenn es nicht so wäre. Wenn du jetzt erkennst, dass du dieses Problem hast, dann akzeptiere das. Du bist in der Realität unschuldig. Deine Gedanken sind nun mal ein Teil von dir, aber es ist nicht deine Schuld, wenn negative Gedanken aufsteigen. Gott liebt dich, sowie du bist. Er kann nur nicht verhindern, dass du denkst. Du hast nun mal die Möglichkeit, negative und positive Gedanken zu denken. Aber egal was passiert, Gott hat dich niemals weniger geliebt, niemals.
Suche nach einer Möglichkeit, "weniger" zu denken. So kannst du dein Tempo drosseln. Je weniger Gedanken du denkst, desto ruhiger kannst du werden. Akzeptiere all deine Gedanken, die einfach so aufsteigen, und werde dich ihrer bewusst. Wenn du aufhörst, bestimmte Meinungen und Vorurteile zu pflegen, die nichts anderes als Gedankengebilde sind, kannst du deiner Angst zuhören. Dein Verstand ist ausgelastet, wenn du dich ständig mit Denken beschäftigst. Da ist es nun mal nicht mehr möglich, deinen Ängsten Aufmerksamkeit zu schenken.

Angst zeigt sich ganz deutlich darin, dass die Erscheinung des ängstlichen Wesens nicht dem entspricht, wie es wirklich ist. Wenn ein Wesen sich bedingungslos liebt, bildet es mit seinem eigentlichen Wesen eine Einheit. Zumindest das Wesen des Menschen ist ruhig und intelligent. Das bedeutet nicht, dass das Wesen des Menschen nicht wild ist. Denn die Herzensangelegenheiten sind sehr wohl wild gewachsen, und wer sie auslebt, ist ein Wilder. Doch so paradox es scheint, ohne innerliche Ruhe kann man äußerlich nicht wild sein.
Wenn ein Mensch sich nicht liebt, weil es falsche Gedanken denkt, äußert sich das in einem Zittern. Daran erkennt man, dass sein Inneres unruhig ist. Wenn es leidet, weil es zu viel Angst hat, beginnt er sogar Dinge zu tun, die er eigentlich gar nicht tun will. Damit äußert er nur umso drastischer, dass er falsch denkt. Wenn ein Mensch "schlecht" in der Schule ist, dann deshalb, weil es Angst hat. Jeder Mensch ist ein Schüler, und wenn man als Schüler "schlecht" ist, wäre man als ganzer Mensch "schlecht". Okay, es gibt gewisse durch den Körper bedingte Talente, aber "schlecht" ist kein Mensch in der Schule, der wenig Angst hat.

Denke nicht, dass deine Gedanken dir sagen, ob du zum Handeln bereit bist. Dein Herz sagt dir das. Wenn du deine Ängste als Entschuldigung benutzt, hältst du dich vermutlich für eine Ansammlung deiner negativen Gedanken, die ebenfalls deiner Angst entspringen. Wenn du aufhörst so zu denken und stattdessen vielleicht denkst: "Ich kenne mich noch gar nicht, weil ich mir noch gar keine Aufmerksamkeit geschenkt habe. Ich will mich nun meiner Angst widmen anstatt andere mit hineinzuziehen." Du solltest andere nicht beleidigen oder dich unkreativ ihnen gegenüber ausdrücken, denn das vermittelt höchstens, das du den Wert deines Nächsten in Frage stellst. Stelle dich deiner Angst und gestehe sie ein. Begreifst du denn nicht, dass dich niemand dafür verurteilen wird, wenn du dich selbst liebst? Andere werden dir höchstens folgen, denn auch sie sind auf der Suche nach der Liebe. Je mehr du dich selbst liebst, desto mehr liebst du auch andere, denn beides geht Hand in Hand. Und wenn du andere liebst, erfahren sie deine Liebe, die sie befähigt, auch ihre Angst zu durchdringen.

"Kein Mensch kommt ohne ein Gleichgewicht zwischen Herausforderung und Sicherheit aus."(Paul Ferrini, Leben in Hingabe) Statistisch und wissenschaftlich gesehen könnte man sagen, dass du dich, solange du lebst, niemals wirklich in Sicherheit befindest. Doch darum geht es nicht. Wenn du dich sicher fühlst bist du auch sicher, denn deine Gefühle irren nicht. Was kannst du anderes fühlen als göttliche Kräfte? Und wenn diese Kräfte göttlich sind, wie können deine Gefühle irren? Deine Gedanken können irren, und darum kannst du als Mensch irren, wenn du deinen Gedanken folgst und deine Gefühle missverständlich sind. Nur deine Gedanken können dafür sorgen, dass du deine Gefühle missverstehst.
Deine Angst verlangt von dir, dafür zu sorgen, dass du dich wieder sicher fühlen kannst. Wenn du dafür nicht sorgst, wirst du leiden müssen. Es ist kein Wunder, dass diejenigen, die am meisten Angst haben, beginnen Selbstmordgedanken zu hegen. Erst dann wären sie wieder sicher, wenn sie tod sind, deshalb scheint es das einzige Sinnvolle zu sein. Aber es gibt einen Ausweg, indem man seine Ängste liebt. Liebe Personen oder Situationen, die Angst in dir auslösen, und deine Angst wird sich auflösen.
Sobald eine Angst auftaucht, und du dich dieser widmen musst, ist das eine Herausforderung. Deshalb kannst du froh sein, dass es Ängste und damit auch Herausforderungen gibt, die dein Leben sinnvoll machen. Wenn du dich selbst liebst, kannst du die Herausforderung annehmen und dich schließlich sicher fühlen. Kummer und Leid ist vorprogrammiert, wenn seine Gedanken und Glaubensmuster dazu führen, dass man sich seiner Angst nicht widmet.

Deine Schuld und Schamgefühle sind nur Folgen der Angst. Du fühlst dich schuldig, weil du Angst hast. Du schämst dich für deine Angst. Angst vor Gott, Angst vor anderen, Angst vor Bestrafung, Angst vor der Zukunft.... Sobald du denkst, du seist nicht liebenswert, oder nicht fähig zu lieben, wirst du deine Aufmerksamkeit ständig auf diese Gedanken richten, weil du sie für deine Angst hältst. Diese Gedanken entspringen aber einer anderen Angst, einem Gefühl, dem du dich nicht widmen kannst. Du musst solche und andere Glaubensmuster ändern, damit deine Aufmerksamkeit auf die wirkliche Angst gerichtet werden kann. Es sind Zweifel an dir selbst, die deinen Ängsten entspringen. Gib diese Zweifel auf, widme dich der Angst, und du kommst der Liebe näher.

Wenn du falsche Gedanken denkst, kannst du die Liebe in dir nicht mehr erkennen, weil du dich nicht sicher fühlst. Du fürchtest dich, weil du denkst, du seist in Gefahr. Du würdest aufhören dich zu fürchten, wenn du dich der echten Angst widmest. Sie wird sich zu Liebe verwandeln, weil du nur so zu deinem wahren Wesen zurückkehren kannst, das ruhig und intelligent ist. Du kannst nicht ruhig sein, wenn du Angst hast. Dein Ziel soll es von nun an darum sein, deinem Bedürfnis nach Sicherheit mit Aufmerksamkeit entgegen zu kommen, damit du in deinem wahren Wesen ruhen kannst.